Gesunde Plätzchen: Mit gutem Gewissen naschen

Gesunde Plätzchen backen

Adventszeit ist Schlemmerzeit

Gesunde Plätzchen – Das klingt erst einmal ziemlich paradox. Schließlich nehmen wir mit dem klassischen Weihnachtsgebäck auch jede Menge Kalorien, Fett und Zucker zu uns. Süßer Teig (Warum muss man Plätzchenteig überhaupt in den Ofen schieben?), Zuckerguss und eine Überdosis Schokoladenstreusel führen uns in der Adventszeit ständig in Versuchung.

Auch wir können nicht ohne!

Zum Glück geht das aber auch anders! Denn wir gestehen: Auch wir von Rückgrat naschen hin und wieder gerne. Vor allem in der Vorweihnachtszeit kommt man um den ganzen Süßkram einfach nicht drum herum. Wer aber seiner Figur zwischen Butterplätzchen, Vanillekipferln und Co. etwas Gutes tun möchte, kann zu gesünderen Alternativen greifen. Rückgrat zeigt Ihnen, wie einfach das geht!

Tipps für gesunde Plätzchen mit viel Geschmack

Falls Sie mal eine kleine Auszeit brauchen von all den süßen Mitbringseln der lieben Arbeitskollegen oder den Klassikern aus Omas Backstube, dann können Sie jetzt aufatmen: Die Advents-Naschereien können ganz einfach gesünder gestaltet werden. Ersetzen Sie zum Beispiel normales Weizenmehl entweder durch Vollkornmehl, gemahlene Nüsse, Haferflocken oder Kokosmehl. Dadurch stecken dann deutlich mehr Ballast-, Mineral- und Vitalstoffe in den Leckereien, als wenn Sie mit herkömmlichem Weizenmehl arbeiten.

Möchten Sie vegane Plätzchen backen, können Sie ganz einfach Kokosöl anstatt Butter verwenden. Aufgepasst: Das alternative Fett besitzt sogar weniger Kalorien und kann den Blutfettspiegel laut Studien positiv beeinflussen. Raffinierten Zucker ersetzen Sie durch Ahornsirup, Honig oder Agavendicksaft. Für diejenigen, die es so richtig gesund mögen, dürfen beim Süßen gerne zu Kokosblütensirup oder Datteln greifen.

Hier geht’s zu unseren 5 gesunden Plätzchen-Rezepten, die hoffentlich schon bald zu Ihren Lieblingsrezepten gehören!

1. Müsli-Häufchen mit weißer Schokolade

Müsli-Häufchen mit Haferflocken

Haferflocken schmecken nicht nur im Müsli gut! Das Tolle daran? Die kleinen Leckerbissen kommen ganz ohne Mehl und Zucker aus!

Das brauchen Sie für ca. 35 Stück:

25 g Honig
25 g Ahornsirup
1 TL Spekulatiusgewürz
180 g Früchte-Müsli
300 g weiße Kuvertüre (herbere Variante: Zartbitter-Kuvertüre)
1 EL Pistazien (gehackt)

Und so geht’s:

  1. Backofen auf 160 Grad, Umluft 140 Grad, Gas Stufe 2 vorheizen.
  2. Honig, Sirup und Spekulatiusgewürz in einem kleinen Topf erhitzen. Müsli unter die Honigmischung rühren und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Im heißen Ofen etwa 10 Minuten rösten, herausnehmen und ganz abkühlen lassen.
  3. Die Kuvertüre hacken, in eine kleine Metallschüssel geben und in einem warmen Wasserbad langsam schmelzen lassen. Müsli und flüssige Schokolade gut verrühren und etwas Kuvertüre für die Garnitur übrig lassen. Mit 2 Teelöffeln kleine Häufchen auf einen Bogen Backpapier setzen und zu runden Plätzchen formen.
  4. Kurz im Kühlschrank fest werden lassen. Die Müsli-Häufchen mit restlicher Kuvertüre betröpfeln.

2. Zimtsterne Low Carb

Rezept Zimtsterne

Der Klassiker in der Low Varb-Variante: Nussige Zimtsterne ganz ohne Mehl, dafür mit Mandel als richtiges Eiweißwunder!

Das brauchen Sie für ca. 40 Stück:

2 Eiweiß
150 g Puderzucker (kalorienreduzierte Variante: Erythrit-Puderzucker)
200 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
1 EL Zimt

Und so geht’s:

  1. Eiweiß mit Puderzucker sehr steif schlagen. 3 EL der Masse abnehmen und für später aufbewahren. Mandeln und Zimt zum übrigen Eischnee geben und glattrühren.
  2. Backofen auf 150 Grad vorheizen. Teig zwischen 2 Lagen Frischhaltefolie etwa 1 cm dick ausrollen. Obere Folie entfernen und Sterne ausstechen. Sterne auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und mit zur Seite gestelltem Eischnee bestreichen.
  3. Im Ofen 20 Min. hell backen.

3. Vegane Vanillekipferl ohne Zucker

Welche kleinen Schätzchen dürfen im Winter einfach nicht fehlen? Genau, die Vanillekipferl! Dieses Mal gibt es es sie in einer etwas abgewandelten Form, und zwar vegan und gesüßt mit Datteln!

Das brauchen Sie für ca. 60 Stück:

100 g gemahlene Mandeln
50 g gemahlene Haselnüsse
130 g Dinkelmehl Typ 812
100 g weiche (vegane) Butter
100 g Softdatteln
Prise Salz
½ TL gemahlene Vanille
ca. 5 EL gemahlene Mandeln (ohne Haut)
1 Msp. gemahlene Vanille

Und so wird’s gemacht:

  1. Softdatteln im Mixer zerkleinern, die gemahlenen Nüsse kurz in einer Pfanne anrösten, bis sie duften. Dann alle Zutaten zu einem Mürbteig verkneten.
  2. Den Teig zu einer Kugel formen und 30 Minuten kalt stellen.
  3. Anschließend nochmal durchkneten (ohne Zugabe von Mehl), dann kleine Teile abreißen, zu Rollen formen und in etwa 5 cm lange Stücke schneiden. Diese dann zu Halbmonden formen, dabei die Enden etwas zusammendrücken, sodass die typische Kipferl-Form entsteht.
  4. Den Ofen auf 180 °C Ober-Unterhitze vorheizen.
  5. Die Vanillekipferl auf zwei mit Backpapier belegte Backbleche legen und nacheinander ca. 8-10 Minuten backen (immer im Auge behalten, dürfen nicht zu dunkel werden.
  6. Herausnehmen und abkühlen lassen. Gemahlene Mandeln mit einer Messerspitze gemahlener Vanille mischen und die lauwarmen Kipferl darin wälzen.
  7. Die komplett ausgekühlten Vanillekipferl verschlossen in einer Dose aufbewahren.

4. Vollkorn-Plätzchen

Dürfen bei keiner Back-Orgie fehlen: Die klassischen und extrem einfach zu machenden Vollkorn-Butterplätzchen. Ihr Benefit bei diesen gesunden Ausstechern: Volle Ladung Vollkorn!

Das brauchen Sie für ca. 60 Stück:

125 g weiche Butter oder Margarine
80 g Vollrohrzucker
1 Ei
250 g Weizen-Vollkornmehl
½ TL Weihnachtsgewürze (z. B. Nelken, Anis, Zimt, Kardamom)
abgeriebene Schale von 1 Bio-Orange

Ruckzuck fertig in wenigen Schritten:

  1. Butter und Zucker mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Dann das Ei zugeben und kurz unterschlagen.
  2. Mehl, Gewürze und Orangenschale zugeben und zu einem festen Teig verrühren. Teig in Frischhaltefolie wickeln und 1 Std. kaltstellen.
  3. Backofen auf 160 Grad vorheizen. Teig 0,5 cm dünn ausrollen und Plätzchen ausstechen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und 10–12 Min. goldbraun backen.

5. Hildabrötchen mit selbstgemachter Marmelade

Hildabrötchen Rezept

Plätzchen schmecken selbstgemacht einfach am besten. Wenn dann noch eine der Hauptzutaten selbstgemacht ist, dann schmecken sie bestimmt nicht nur besonders gut. Sie können dann auch ganz einfach und ungeniert damit angeben.

Das brauchen Sie für ca. 30 Stück:

50 g getrocknete Aprikosen oder Datteln
50 g Apfelsaft
200 g Butter oder Magarine
1 Ei
250 – 300 g Dinkelmehl Type 1050
1 Map. Vanillepulver
100 g selbstgekochte Marmelade
Puderzucker zum Bestäuben

Und so geht’s: 

  1. Getrocknete Aprikosen oder Datteln grob hacken und im Apfelsaft 30 Min. einweichen.
  2. Butter und Ei zugeben und mit einem Pürierstab fein pürieren. 250 g Mehl mit Vanille mischen und zum Aprikosen-Mix geben. Erst mit einem Löffel verrühren, dann mit den Händen kneten. So viel Mehl zugeben bis der Teig nicht mehr klebt. Teig in Frischhaltefolie wickeln und 30 Min. kaltstellen.
  3. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche sehr dünn ausrollen und mit großen Sternausstechern ausstechen. In die Hälfte der großen Sterne mit kleinen Ausstechern kleine Sterne ausstechen.
  4. Backofen auf 150 Grad vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Erst die Sterne ohne Loch auf dem Blech verteilen. Dann die Sterne mit Loch leicht versetzt daraufsetzen. In die Mitte einen Klecks Marmelade füllen.
  5. Im heißen Ofen 20 Min. fertig backen und auskühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben.

Wir wünschen viel Spaß beim Backen und gesundem Naschen!

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